Spiritualität der Dienerinnen Christi

Die Spiritualität Dienerinnen Christi drückt sich in der klösterlichen Ganzhingabe aus.

 

„Geh, und handle genauso!“ (Lk 10,37)

 

Der barmherzige Samariter

Tatkräftige Liebe

Das besondere Charisma der Dienerinnen Christi äußert sich dadurch, dass sie aus der Liebe zu Jesus ihren Brüdern und Schwestern in Not dienen. Ihre Liebe ist apostolische Liebe, weil sie wirksam ist.

Deshalb erkennen sie sich:

  • in JESUS, „der in der Welt Gutes getan hat“;
  • in MARIA, die sich „Dienerin Gottes“ genannt hat;
  • im BARMHERZIGEN SAMARITER, der sich „barmherzig gegenüber dem Menschen in Not“ gezeigt hat.

Aus diesem spezifischem Charisma entspringt die Spiritualität der klösterlichen Ganzhingabe, die in sich eine Hinwendung ist an Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, wie es in dem apostolischen Schreiben Vita Consacrata (nr.17) ausdrücklich steht. Die Initiative kommt vom Vater; Jesus ist der Weg zum Vater und der Heilige Geist bewegt den Wunsch zur vollen Antwort.

Jedes Charisma hat in seinem Anfang ein Dreifaches: die Hinwendung zum Vater, vor allem mit dem Wunsch, nach seinem Willen zur Umkehr zu streben, in der der Gehorsam die Quelle der rechten Freiheit ist; die Keuschheit drückt den Wunsch des Herzens aus, das mit jeder begrenzten Liebe unzufrieden ist; die Armut spricht vom Hunger und Durst nach Gerechtigkeit, die Gott zu erfüllen versprochen hat. Aus dieser Perspektive wird das Charisma jede Gott geweihte Person dazu bewegen, dass sie ganz Gott gehört, dass sie mit oder von Gott erzählt, um so allen erfahren zu lassen, wie Gott in allen Situationen zum Menschen steht.

Dienerin Christi ist eine Ordensfrau, die von der Liebe Gottes, des Vaters, umgriffen ist.

Heute der barmherzige Samariter sein

Die Gemeinschaft „Dienerinnen Christi“ nimmt Teil am geistlichen Erbe, das heute wichtiger als je zuvor ist. Erzbischof Stadler hat sich in der evangelischen Entschiedenheit jenen zugewandt, die von allen in jener Zeit verlassen, vergessen und vernachlässigt wurden. Der ewig geltende, evangelische Rat heißt: Jesus in seinen geringsten Brüder und Schwestern erkennen.

Jesus hat gesagt: „Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer“ (Mt 26,11). Diese Armut ist heute nicht nur materiell gedacht, sondern auch im geistlichen Sinne. Jesus lebte in einer anderen Zeit, aber die meisten Probleme von damals existieren auch heute. Heute sind es neue Gruppen von „Armen“.

Zur neuen Gruppe der Armen gehören beispielsweise die Alten in den Altenheimen. Obwohl diese Heime materiell sehr gut ausgestattet sind, werden die Menschen, die dort leben, in gewisser Weise als Belastung für die Gesellschaft betrachtet. Sie sind aus dem täglichen Leben oft ausgeschlossen; denn sogar ihre Angehörigen finden kaum Zeit, sie zu besuchen, weil sie alle mehr oder weniger beschäftigt sind. Aber die christliche Liebe sieht gerade in diesen Menschen „Jesu geringste Brüder und Schwestern“.

Zu dieser Gruppe der neuen Armen gehören heute die Kinder in verschiedenem Alter, obwohl sie nicht materiell arm sind; sie haben Eltern, besuchen die Schule – mit einem Wort, sie sind gut gesichert; aber was ihnen fehlt, ist vor allem die Dimension der religiösen Erziehung, wobei die Ursachen meistens in der großen Beschäftigung und Vereinzelung der Eltern zu suchen sind. In diesem Bereich sich einzusetzen, ob in den Kindergärten oder Schulen, und ihnen die Erziehung im Geiste des Evangeliums anzubieten, heißt in den Kindern „Jesus geringste Brüder und Schwester“ zu erkennen.

Zu der Gruppe der neuen Armen gehören heute auch die Arbeiter, die im Ausland als Gastarbeiter leben. Dazu gehören auch die Flüchtlinge und die Ausländer, die der Nächstenliebe bedürfen. Mit diesen Gruppierungen zu arbeiten, heißt sie anzuhören, mit einem guten Rat helfen, ein tröstendes Wort sagen, d.h. in ihnen „Jesus geringste Brüder und Schwestern“ erkennen.

Zu dieser Gruppe der neuen Armen gehören heute Bettler, Heimatlose, Einwanderer, die oft am Rande der Gesellschaft in der Isolation leben. Diesen zu helfen, für sie Heime zu eröffnen, heißt in ihnen „Jesus geringste Brüder und Schwester“ zu erkennen.

Zu dieser Gruppe der neuen Armen gehören heute die Kranken, die alten Menschen, die in ihren Wohnungen und Häusern leben. Sie zu besuchen, ihnen materielle und geistliche Hilfe anzubieten; heißt auch Jesu Botschaft zu verwirklichen, d. h. „Ich war krank, und ihr habt mich besucht…“ (Mt 25,36).

Die Charakteristik dieses „samaritanischen“ Charisma ist das tiefe Gefühl für den Menschen als solchen. Das ist die Haltung Jesu, der aus der Barmherzigkeit zu den Menschen – und in seiner inneren Bewegtheit – auf wunderbare Weise mit der Vermehrung der Brote viele satt machte und die Kranken heilte. Das ist auch die Haltung von Maria, der Mutter Jesu, die auch die Not bei der Hochzeit in Kana bemerkte und alles unternommen hat, um ihnen zu helfen. Das ist die Haltung des barmherzigen Samariters, der nicht fragt, wer der verletzte Mensch ist, Freund oder Feind, Landsmann oder Fremder, sondern, der in ihm einen Menschen sah, der in Not war; ihm, dem Menschen, hat er geholfen.

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